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Saarstahl baut Schmiede für 450 Millionen Euro

Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 27.11.2007



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Saarschmiede liefert Turbinenwelle für Gichtgaskraftwerk Dillingen aus

Die Völklinger Saarstahl-Tochtergesellschaft Saarschmiede GmbH Freiformschmiede leistet mit innovativer Werkstofftechnologie wichtigen Beitrag für richtungsweisendes Projekt

Die 100%ige Saarstahl-Tochtergesellschaft Saarschmiede GmbH Freiformschmiede in Völklingen hat die Turbinenwelle für das am Standort in Dillingen vorgesehene innovative Gichtgaskraftwerk fertig gestellt und zur Weiterverarbeitung ausgeliefert. Das in einer partner¬schaftlichen Zusammenarbeit zwischen Saarstahl, Dillinger Hütte, STEAG Saar Energie und VSE beschlossene Kraftwerksprojekt wird richtungsweisende Innovationen ermöglichen. Der Baubeginn des Gichtgaskraftwerks hatte am 27.06.2007 stattgefunden.

Das hochmoderne und effiziente Gichtgaskraftwerk dient der Energieversorgung der in Dillingen ansässigen Gesellschaften Dillinger Hütte, Rogesa und Zentralkokerei Saar (ZKS). Rogesa und ZKS sind mit je 50 % gemeinsame Tochtergesellschaften der Saarstahl AG und der AG der Dillinger Hüttenwerke. Durch den Einsatz der besten derzeit verfügbaren Anlagentechnik gewährleistet das Kraftwerk einen optimalen Umweltschutz und eine maximale Energienutzung.

Bei der von der Saarschmiede produzierten Welle handelt es sich um eine Mitteldruck-Niederdruckturbinenwelle, die über ihre Länge unterschiedliche Eigenschaften haben muss, um den Betriebsbedingungen in den einzelnen Teilen gerecht zu werden. Die besondere Kombination der Eigenschaften wird durch den Einsatz eines bei Saarstahl in den neunziger Jahren entwickelten Spezialstahls erreicht. Dieser Stahl zählt mittlerweile zu den gängigen Werkstoffen im Turbinenbau. Mittels einer speziellen Wärmebehandlung werden der Mitteldruck- und Niederdruckteil während des Vergütens jeweils unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt. Hierbei erhält die Welle die gewünschten Werkstoffeigenschaften.

Die Turbinenwelle wurde von der Saarschmiede aus einem 105 t schweren Schmiedeblock hergestellt, der in dem schmiedeeigenen Elektrostahlwerk erzeugt wurde. Das Schmiede¬gewicht der Welle betrug 69,5 t. Das Liefergewicht beträgt 33,6 t. Die Welle hat im Lieferzu¬stand einen maximalen Durchmesser von 1495 mm und eine Gesamtlänge von 7560 mm. Sämtliche Wärmebehandlungen, die gesamte Bearbeitung sowie alle gewünschten Prüfungen wurden von der Saarschmiede erfolgreich durchgeführt.

Die Völklinger Saarschmiede ist neben der Fertigung der Turbinenwelle zusätzlich für die Fertigung der sogenannten Kappenringe der Generatorwelle für den seit 20 Jahren ersten großen Kraftwerksneubau im Saarland verantwortlich. Darüber hinaus ist die Saarstahl-Tochter aktuell auch bei zahlreichen internationalen Großprojekten beteiligt. So werden z. B. Turbinen- und Generatorwellen bzw. Komponenten für mehrteilige Turbinenwellen gefertigt. Zu den international bedeutendsten Projekten gehören zur Zeit das finnische Kernkraftwerk Olkiluoto, in dem die größten bisher gebauten Dampfturbinen arbeiten werden, die neuen deutschen fossil befeuerten Kraftwerke mit gesteigerten Wirkungsgraden bis 46 % (z. B. Neurath und Datteln) sowie zahlreiche Gasturbinen, die im Zusammenwirken mit einer Dampfturbine Wirkungsgrade bis 60 % erreichen.

"Die Völklinger Saarschmiede hat mit ihren innovativen Werkstoffentwicklungen und den technologisch anspruchsvollen Schmiedeprodukten im Energiemaschinenbau, Maschinenbau sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie eine weltweit anerkannte Spitzenstellung", stellte Herr Dr. Dieter Bokelmann, Technischer Geschäftsführer der Saarschmiede, bei der Auslieferung fest. "Diese Position wollen wir nicht nur halten, sondern im Rahmen eines qualitativen Wachstums weiter ausbauen."

Völklingen, 30.07.2007

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Investitionen in Höhe von 35 Millionen Euro für die
Saarschmiede GmbH Freiformschmiede am Standort Völklingen

Die Saarschmiede GmbH Freiformschmiede ist eine der bedeutendsten Freiformschmieden weltweit. Sie ist Marktführer im Geschäftsfeld Energiemaschinenbau, z. B. mit den Produkten schwere Turbinen- und Generatorwellen für Kraftwerke. Daneben ist sie ein international anerkannter Lieferant in den Geschäftsfeldern Allgemeiner Maschinenbau, z. B. mit Hochdruckbehältern und Schleudergusskokillen, sowie Produkten aus Sonderwerkstoffen für die Luft- und Raumfahrtindustrie, z. B. für Teile der Zusatzraketen der Ariane 5 Rakete.

Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 20.09.2006 zusätzliche Investitionen für die Saarstahl-Tochtergesellschaft Saarschmiede GmbH Freiformschmiede am Standort Völklingen in Höhe von rund 35 Millionen Euro beschlossen.

Im Einzelnen wird in folgende Anlagen investiert: 4.000 Tonnen Presse, schienengebundener Schmiedemanipulator, frei fahrbarer Schmiedemanipulator, mehrere Schmiede- und Vergüteöfen sowie Drehmaschinen und Krananlagen.

Die neuen Investitionen dienen im Wesentlichen der Effizienzsteigerung der bestehenden Anlagen sowie produktionstechnischen Spezialisierungen. Diese erlauben der Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, wirtschaftlicher und diversifizierter das bisherige Produktionsprogramm umzusetzen und darüber hinaus neue Märkte im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik zu erschließen.

„Der Energieverbrauch in der Welt wird in den nächsten zwei Jahrzehnten weiter stark ansteigen. Mit diesen Investitionen, die auf den steigenden Bedarf im Energiemaschinenbau ausgerichtet sind, werden wir die Saarschmiede in die Lage versetzen, die rasante Nachfrageentwicklung zu begleiten und so ihre führende Position am Weltmarkt weiter auszubauen. Die neuen Anlagen werden es uns ermöglichen, auch in Zukunft auf die anspruchsvollsten Projekte und Anforderungen unserer Kunden einzugehen. In dem Produktbereich Sonderwerkstoffe für die Luft- und Raumfahrttechnik wollen wir uns noch wettbewerbsfähiger aufstellen und unsere Marktposition weiter ausbauen. Dieses umfangreiche Investitionsprogramm trägt maßgeblich dazu bei, die Arbeitsplätze bei der Saarschmiede am Standort Völklingen zu sichern und entsprechend dem Wachstum sogar weiter auszubauen“, so Dr. Klaus Harste, Vorstand Technik der Saarstahl AG.

Völklingen, 20.09.2006

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Inbetriebnahme von drei neuen Vergüteöfen und einem neuen Schmiedeofen

Die Saarschmiede GmbH Freiformschmiede hat im Rahmen einer strategisch angelegten Partnerschaft mit einem ihrer wichtigsten Kunden drei neue Vergüteöfen und einen neuen Schmiedeofen nach erfolgreichem Testlauf in Betrieb genommen.

Die neuen Aggregate versetzen die Saarschmiede GmbH Freiformschmiede in die Lage, den zusätzlichen Bedarf an Ofenkapazität im Rahmen der Entwicklungsplanung zunächst zu decken. Darüber hinaus kann sie flexibler auf die Werkstoff- und Geometrieanforderungen der Kunden für ihre Werkstücke reagieren.

Nunmehr verfügt die Saarschmiede GmbH Freiformschmiede über 12 Schmiede- und 25 Wärmebehandlungsöfen.

Die Investition trägt dazu bei, den weiterhin hohen weltweiten Bedarf an Schmiedestücken im hochqualitativen Anwendungsbereich termingerecht zur Verfügung zu stellen sowie die Wettbewerbsposition der Saarschmiede GmbH Freiformschmiede nachhaltig zu stärken.



Völklingen, 01.02.2006